Atelier-Madada

Atelier Madada

Reisebericht Essaouira - Marrakesch Teil 2

Kochen im l'Atelier Madada ...

So langsam kehrten wir um und orientierten uns wieder in Richtung Innenstadt, schließlich hatten wir noch etwas vor: Wir wollten kochen und zwar im l'Atelier Madada, einem etablierten Anbieter von Kochkursen für Touristen. Um uns die ersten Schritte zu erleichtern, hatten unsere Gastgeber schon etwas vorgearbeitet. Jeder Kochschüler hatte einen eigenen Arbeitsplatz, auf dem ein Tajine, ein typisch marokkanischer Tontopf mit einem langen schmalen Deckel als erstes „ins Auge sprang“. Hinzukamen ein Brett zum Schneiden, Messer und diverse Zutaten.

Essaouira

Doradenfilet im Tajine zubereitet

Um uns die ersten Schritte zu erleichtern, hatten unsere Gastgeber schon etwas vorgearbeitet. Jeder Kochschüler hatte einen eigenen Arbeitsplatz, auf dem ein Tajine, ein typisch marokkanischer Tontopf mit einem langen schmalen Deckel als erstes ins Auge sprang. Hinzukamen ein Brett zum Schneiden, Messer und diverse Zutaten.
Die Zutaten bestanden aus einem großen Doradenfilet, das in einer Extraschüssel bereit stand und einem Bund frischem Koriander. Zuerst verteilten wir kleine Knoblauchstückchen auf das Fischfilet, dann wurde der Koriander mit folgenden Zutaten gewürzt: Je einem gestrichener Teelöffeln Ingwerpulver, Curcuma, Korianderpulver, Kumin, Chilipulver, Zitronensaft und zwei Teelöffel mildes Paprikapulver.
Nach diesen Vorbereitungen wurde die Tajine mit Möhrenscheiben ausgelegt. Darauf wurden dünne Kartoffelscheiben und das mit einem Teil der Korianderwürzmasse bestrichene Doradenfilet gegeben. Auch die nun folgenden Tomatenscheiben wurden vorher mit dem „marokkanischen Pesto“ gewürzt.

Hotel Madada Mogador

Beduinenzelt

Beduinenzelt am Strand

Nun folgen Oliven, Paprikastreifen, etwas Zitronensaft und Zitronenviertel: fertig.
Das Ganze stellten wir auf den vielflammigen Gasherd, das Gas wurde auf niedrigster Stufe gestellt und die Gerichte konnten in Ruhe 80 Minuten garen. In der Zwischenzeit entspannten wir uns auf der Dachterrasse des Hotels Madada Mogador mit einem Glas Wein und genossen den Blick über die Küste, das Meer und die Medina.
Bevor es zurück zum Essen ging, schauten wir uns noch eines der gemütlichen Zimmer des kleinen Bed & Breakfast Hotels an. Wer im Urlaub private Atmosphäre schätzt, der ist im Hotel Madada Mogador genau richtig. Bei nur sieben Zimmern kann jeder Gast individuell vom monegassischen Eigentümer und seinem Team betreut werden.

Das anschließende Essen war sehr lecker. Der Fisch war trotz der langen Garzeit nicht zerfallen, der frische Koriander schmeckte - wahrscheinlich wegen der vielen anderen Gewürze - nicht hervor und auch die anderen Zutaten passten hervorragend zur Dorade und zum dazu gereichten Weißwein So endete unser Tag, es folgte nur noch die Rückfahrt zum Sofitel Mogador.

Essaouira - Karawanenplatz

Essaouira - der Karawanenplatz

Essaouira - Radeln statt Reiten

Am nächsten Tag war eigentlich Reiten angesagt, aber es fiel aus: Schade. Um die Zeit sinnvoll zu nutzen, fuhr ich mit einem Mountainbike kreuz und quer über das Hotelgelände, entlang des Golfplatzes und des übrigen Areals des Mogador Projekt. Zwischendurch gönnte ich mir eine kleine Pause am Strand. Ich gab das Rad kurzzeitig einem Hotelangestellten, der am Rande des Hotelgeländes Stellung hielt und machte einen kleinen Spaziergang und genoss den Blick über den breiten Sandstrand, die Dünen, das Meer und die unter Naturschutz stehende Insel Mogador, die aus dem Dunst herausragte. Linker Hand machten mich einige dunkle Stellen neugierig, die von weiten wie Treibgut aussahen. Als ich sie erreichte, sah ich einige flache Felsformationen vor mir, die durch Wind, Sand und Meer recht skurril ausgewaschen waren. Ich entdeckte auf den niedrigen Felsen Muscheln und Meeresschnecken, die auch an der niederländischen Küste zu finden sind.
Essaouira

Promenade

Arganöl-Frauenkooperative "Cooperative Feminine Tilila d´Huile d`Argane"

Für Brandungsangler ist der Felsbereich wahrscheinlich spannend, für Schwimmer und Surfer allerdings sicherlich nicht ungefährlich. Arganöl - Frauenkooperative und Umweltschutz Gegen Mittag fuhren wieder ein ins Landesinnere. Unser Ziel war die Arganöl-Frauenkooperative "Cooperative Feminine Tilila d´Huile d`Argane". Hier erlebten wir, wie die Frauen in mühseliger Handarbeit aus den Nüssen des Arganbaums das hochwertige Bioöl gewinnen. Die Arbeit ermöglicht es den Frauen und Mädchen der Umgebung ihr eigenes Geld zu verdienen und macht außerdem den Anbau der Arganbäume wirtschaftlich.
Die Bäume sind von großem Nutzen, um Wüstenbildung in der Region zu verhindern. Aus dem Grund werden die Kooperativen auch von verschiedenen Entwicklungshilfeorganisationen und der Europäischen Gemeinschaft unterstützt.

Essaouira

Sonnenuntergang

In Anschluss an das Essen fuhren wir zurück in die Stadt und gingen wir in die Medina, vorbei an Fischern, die ihren Fang auf den Felsen säuberten. Unser Ziel war die Synagoge von Essaouira. In vergangenen Jahrhunderten lebten in Essaouira teilweise mehr Juden als Araber, aber nachdem der Hafen der Stadt verlandete, verkauften die meisten ihre Häuser und zogen ins 360 Kilometer entfernte Casablanca, der neuen aufstrebenden Metropole an der marokkanischen Atlantikküste.

Marrakesch

Marrakesch - Palmeraie Golfpalace

Die Synagoge ist ein einfaches Haus, das im zweiten Stock den eigentlichen Gebetsraum enthielt, ein Raum, der die Größe zwei Zimmern in einem normalen deutschen Wohnhaus hatte. Da die Gemeinde aus besagten Gründen arg zusammengeschrumpft ist, es leben nur noch zehn jüdische Familien in der Stadt, reicht der Gebetsraum von der Größe her aus.

Langsam ging es zurück zu den belebten Einkaufsstraßen, schließlich wollten wir ein wenig shoppen gehen. Es war auch heute angenehm sich durch die Straßen treiben zu lassen und die Gerüche, Geräusche und Farben der Medina in sich auf zu nehmen und ein wenig zu handeln, schließlich wollte jeder von uns eine Kleinigkeit mit nach Hause nehmen.

Hôtel Heure Bleue Palais

Marrakesch

Marrakesch in der Nacht


Als es dunkel wurde, fanden wir uns zum Essen im Hôtel Heure Bleue Palais ein, einem Hotel, das immerhin zur Relais et Château Gruppe gehört und in uns gewisse Erwartungen weckte…, aber wir wurden nicht enttäuscht. Das Ambiente war edel-distinguiert, der Service geschult und das Essen übertraf unsere Erwartungen sogar.

Als Vorspeise gab es eine Feuerwerk von Gemüse-und Salatvariationen, orientalisch farbenfroh und phantasievoll präsentiert und auch der Gaumen hatte seine Freude an der Kreationen in der alle Geschmacksrichtungen zum Tragen kamen.
Der Hauptgang kam da schon fast klassisch daher, eine sehr große Dorade Royale im Salzmantel gegart: sehr lecker, saftig und aromatisch. Nach dem langen Tag war die große Fischportion nicht verkehrt. Als Dessert wurden uns Variationen von Schokolade, Nüssen und Früchten serviert: Der krönende Abschluss des Abends.

Essaouira

In der Medina von Marrakesch

Reisebericht letzter Tag - Luxus und Alltagsleben in Marrakesch

Mein Wecker klingelte, ich machte mich fertig, packte den Koffer und warf ein Blick aus dem Fenster: Dass es bewölkt war, hatte ich schon gesehen, aber nicht das es tatsächlich regnete und zwar gar nicht so wenig. Eine Weile stand ich noch auf dem Balkon und genoss den Blick über die teils raue, teils gezähmte Natur. Hinter den Dünen und dem Strand mit seiner wilden Brandung sah ich in der Ferne nochmals die Insel Mogador und den grauen Südatlantik und nahm ein wenig wehmütig Abschied.
Weil für uns sowieso keine Outdoor-Aktivitäten auf dem Programm standen, berührte mich der Regen sehr wenig, ganz im Gegenteil, ich freute mich für die Natur und die Bauern in der Region, die das Wasser gut gebrauchen können. Außerdem, es war mild und nicht besonders windig und so ging es nach dem Frühstück ohne Verzögerung nochmals nach Essaouira.

Essaouira

Unweit von Essaouira - Ziege-im-Baum

Unser Ziel war das Hotel „Le Medina Essaouira and Spa By MGALLERY“. Nach der Besichtigung des Restaurant- Barbereichs und einiger Zimmer und Suiten relaxten wir im Spa- und Wellnessbereich.
Das Hotel Le Medina Essaouira wirkt marokkanischer als das Sofitel Essaouira, es hat schon etwas Patina angesetzt, war eher im britischen Kolonialstil eingerichtet. Für Nicht-Golfer und Menschen, die eher Strandleben, Wellness und Shoppingvergnügen in der Medina suchen, ist das Hotel sicherlich eine gute Wahl.
… Unsere Zeit in Essaouira war abgelaufen, der Bus, der uns nach Marrakesch bringen sollte, stand bereit. Wir steigen ein und ab ging die Fahrt. Nahe der Küste waren noch viele Felder zu sehen, aber zwischendurch wirkte das Land doch recht wüstenähnlich. Die Autobahn war neu und wenig genutzt, so kamen wir gut voran.

Essaouira

Villa im Sofitel Mogador Golf- und Spahotel

Vor Marrakesch wurde die Landschaft wieder grüner, der Verkehr nahm zu. Da wir in den Norden der Metropole wollten, mussten wir quer durch die Stadt, wodurch wir wie schon am ersten Tag etwas vom Treiben auf den Straßen mitbekamen. Zwischen ganz normalem Autoverkehr mühten sich immer mal wieder Pferde- oder Eselkarren, teilweise abenteuerlich beladen. Ansonsten sahen wir normalen Autoverkehr..
Bald hatten wir die Innenstadt hinter uns gelassen, der Verkehr lies stark nach. Es regnete immer noch, als wir in unserem Hotel, dem Palmeraie Golf Palace ankamen. Das Hotel gehört zu den Palmeraie Hotels & Resorts. Neben dem Palmeraie Golf Palace sind es: Marrakech – Hotel du Golf, Secret Garden Villas Resorts, Pavillon du Golf Boutique Hotel 5* Luxe, Jardin d´Inès Boutique Hotel 5* Luxe und Palmeraie Village Apartments & Villas.

Essaouira

Dromedar am Strand

Wir wurden freundlich empfangen, checkten kurz ein, bewunderten kurz die schönen Zimmer und schon ging es zum Essen. Unter einem schützenden Dach genossen wir am Pool sitzend unser Mittagessen.
Wie oft bei einer Buffetmahlzeit mussten auch wir mit uns kämpfen nicht zu viel zu essen. Wir waren neugierig auf die diversen marokkanischen Spezialitäten und hätten gerne alle Vorspeisen, Salate, Suppen, Fisch- und Fleischgericht und vor allem auch die Desserts durchprobiert... Ja, wenn nach dem Essen Siesta angesagt gewesen wäre, wäre es ja noch gegangen, aber so begnügten wir uns nach dem Mahl mit einem Kaffee und machten uns auf den Weg, um den großen Wellness- und Spabereich der Hotelanlage zu besichtigen.

Essaouira

Blick über das Weingut Val d´Argan

Anschließend schauten wir uns noch einige Zimmer, Suiten und Villen an, die allesamt luxuriös und geschmackvoll eingerichtet waren. Leider drängte die Zeit und so saßen wir alsbald wieder im Bus nach Marrakesch. Am Rande des Djemaa el-Fna-Platzes (Platz der Geköpften) steigen wir aus und begaben uns ins Getümmel. Staunende Touristen aus aller Welt, Einheimische, Händler und bettelnde Kinder bevölkerten den Platz.
Wegen des Regens hatten es die meisten Menschen eilig und auch wir hielten uns nicht lange auf und schauten, dass wir unter die schützenden Dächer der Medina kamen. In den engen Gassen waren wir ein wenig vom Regen geschützt, da aber die einfachen Dächer mehr vor der Sonne als vor Regen schützen sollen, tropfte es doch häufig von oben herab.

Essaouira

Marrakesch - Villa Secret Garden Villas Resorts

Die Medina von Marrakesch ist bedeutend unübersichtlicher und voller als die in Essaouira. Die Gefahr bestohlen zu werden ist auch deutlich größer. Schon aus dem Grund sollte man keine Wertsachen mit sich führen oder sie gut verstecken. Auch Fotografieren sollte man nur vorsichtig oder nach Absprache mit den Händlern, da viele gläubige Moslems nicht abgelichtet werden wollen.
Wir verbrachten den Rest des Nachmittags in der Medina, bevor es weiter ging zum Abendessen, ein Dinner mit Livemusik, einem leckeren Dinner und Bauchtanz.

Am nächsten Tag früh um sechs machten wir uns auf den Weg zum Flughafen. Eine erlebnisreiche Woche war vorbei, aber Marokko wird mich wiedersehen.