Iberostar Hotel

Iberostar Hotel Playa del Carmen

Mexiko - Luxus pur in Playa del Carmen

Es gibt Regionen auf der Welt, die mehr als andere als Urlaubsparadiese gelten: Die Inseln und Staaten rund ums Karibische Meer zählen gemeinhin zu dieser Kategorie. Als sich mir die Gelegenheit bot, eine der bekannten Urlaubsorte auf der anderen Seite des Atlantiks kennenzulernen, sagte ich natürlich nicht nein und so flog ich, noch vor der isländischen Aschewolke, via Amsterdam über den großen Teich nach Cancun/Mexiko.
Ziel der Reise war das Iberostar Hotel Grand Paraiso in Playa del Carmen. Es ist das Luxuriöseste von insgesamt fünf Iberostar Hotels auf dem weitläufigen Gelände. Das Hotel war von den Usern der Internetseite Trip Advisor sogar zum „besten Luxushotel der Karibik und Mexikos“ gewählt worden.

Wellenbad

Das Iberostar Paraiso Resort mit dem im März 2007 eröffneten Grand Hotel Paraiso ist zudem das Flagschiff des gesamten Konzerns. So war meine Neugierde auf die Hotelanlage, die Umgebung und die Leistungen von Küche und Service entsprechend groß. * Der Empfang war freundlich, wir wurden mit einem leckeren Cocktail begrüßt, das Einchecken ging schnell und ebenso schnell hatten wir unser Armbändchen um, das uns für die nächsten Tage als Hotelgäste ausweisen würde. Der Empfangsbereich war sehr großzügig, hell und freundlich gestaltet, viele Grünpflanzen vermittelten tropisches Flair.

Sonnenaufgang am Meer

Der Abend war bereits fortgeschritten, als wir im Hotel eintrafen, so beeilten wir uns, nach dem langen Flug schnell auf die komfortablen Zimmer zu kommen, zu duschen und fast ebenso schnell das Buffetrestaurant des Hauses aufzusuchen. Nach einem Glas Wasser und einem Schluck Rotwein ging es dann ans Buffet. Da das Restaurant nur eines von vielen auf der Anlage ist, war am Buffet reichlich Platz und so waren die Teller schnell gefüllt.
Die Auswahl war sehr groß, die einzelnen Gerichte waren sauber und ordentlich angerichtet, so dass alles sehr appetitlich aussah. Auch die Qualität der Speisen konnte sich wirklich sehen lassen. Nach einem kleinen Dessert und einem anschließenden Kaffee waren die ersten Stunden in Mexiko dann vorüber.

Blick über die Anlage

Tag 2 – Joggen am Strand und eine Pressekonferenz mit Antonio Banderas

Am nächsten Morgen war ich bereits recht früh wach, so beschloss ich, obwohl es noch dunkel war, ein wenig joggen zu gehen. Der Strand lag nicht weit entfernt, war aber nicht beleuchtet. Ein Holzweg von einigen hundert Metern Länge verlief parallel zum Strand und bot einen guten Untergrund zum Laufen.
Ein schönes Gefühl am Karibischen Meer zu joggen: 25 Grad Celsius, ein warmer Wind, das Schlagen der Brandung, der Geruch nach Salzwasser und der Blick auf das Meer.
Nachdem ich einige Male die Strecke gelaufen war, wollte ich bis zu meinem Hotelzimmer zurücklaufen, aber ich verlief mich gründlich, was aber nicht weiter schlimm war. Schließlich bot mir das Morgenkonzert der erwachenden Vogelwelt genügend Unterhaltung.

Parasailing

Am Empfang des Iberostarhotels Paraiso del Mar, am entgegengesetzen Ende der Gesamthotelanlage, gab man mir einen Geländeplan mit dem ich dann auch ohne Weiteres zurück zum Grand Paraiso und in mein Zimmer fand. Nach dem Duschen ging es dann zum Frühstück. Es war im Buffetrestaurant aufgebaut und konnte locker mit allen mir bekannten Frühstückbuffets mithalten.
Wie auch schon beim Abendessen war die Auswahl groß, vor allem gab es Gerichte, die nicht auf jedem Frühstücksbuffet zu finden sind, zum Beispiel Thunfischcarpaccio, kleine Ragouts oder spezielle kleine Kuchen. Nur das Brot bzw die Brötchen sind für deutschen Gaumen wenig spannend.

Valladolid eine Stadt im Osten des mexikanischen Bundesstaates Yucatán

Anschließend ging es zu einer großen Pressekonferenz mit Miguel Fluxa, Gründer und Inhaber des Hotels, Marketing Chef Luis Herault und dem Schauspieler Antonio Banderas. Aus irgendwelchen Gründen wurde der Termin verschoben, so dass der Vormittag vor allem mit Warten ausgefüllt werden musste.
Sinn der Pressekonferenz war die Präsentation von Antonio Banderas als Markenbotschafter der Iberostar Hotels mit ihren Luxushotels, Hotels, die alle in tropischen oder subtropischen Gefilden liegen.

Playa del Carmen - An der Bar

Nach einleitenden Worten von Luis Herault durften Fragen an Antonio Banderas und Miguel Fluxa gestellt werden, während zahlreiche Fernsehteams das Geschehen in Wort und Bild aufzeichneten. Ich habe den Eindruck, dass diese Partnerschaft Sinn macht, schließlich ist Herr Banderas ein Sympathieträger mit Stil, etwas was gut zu Nobelherbergen, Strand und Meer passt.
Wie auch immer, nach einer Stunde war alles vorbei und bei einem kleinen Empfang konnte sich jeder ein wenig stärken. Der Nachmittag verbrachte jeder nach seiner Fasson, im Shopppingcenter, am Pool oder am Strand. Ich zog den Strand vor.

Filet Languste

Obwohl die Rote Flagge wehte, stemmten sich eine ganze Reihe Hotelsgäste gegen die Brandung, auch ältere Kinder. Das war für mich das Argument mich auch ins kühle Nass zu stürzen, obwohl 27 Grad Celsius nicht wirklich kühl ist. Es war jedenfalls ein angenehmes, aber anstrengendes Vergnügen, schließlich waren die Wellen recht kräftig.
Am Abend stand ein mexikanisches Dinner auf dem Programm, worauf ich mich auch sehr freute. Nach einem Cocktailempfang mit kleinen Amuse Gueules und mexikanischer Musik folgte ein Menü mit Vorspeisenteller und Tortillasuppe als leckere Vorgerichte. Der Höhepunkt des Mahls war ein Duett aus frischer Languste und zartem Rinderfilet, lecker. Den Abschluss bildeten ein Dessertteller, Kaffee und Digestif.

Antonio Banderas

Tag 3 – Hotelbesichtigung und Fahrt nach Playa del Carmen

Der nächste Morgen sah mich wieder joggend am Strand. Die Orientierung war diesmal kein Problem, da ich am Vortag einen Überblick über die einzelnen Bereiche des Grand Paraiso gewonnen hatte. Es war ein recht windiger Tag, zu windig um draußen in der Sonne zu frühstücken, schade. Am späteren Vormittag stand eine ausführliche Führung durch die fünf Hotels der Iberostar Anlage auf unserem P rogramm. Wir begannen mit einer Besichtigung der Golfanlage des Paraiso Mayas.

Polizeikontrolle

Mit Golfwägelchen fuhren wir ins Gelände, um einen Überblick über die Golfanlage zu bekommen, die von dem berühmten US-amerikanischen Golfdesigner P.B.Dye gestaltet wurde. Das Gelände ist mit einer besonders widerstandsfähigen Grassorte bewachsen, die mit reichlich vorhandenen Brackwasser bewässert wird und optimal ans Klima angepasst ist.
Anschließend besichtigten wir auch die übrigen Iberostarhotels, also das Iberostar Paraiso Lindo, das Iberostar Paraiso del Mar und das Iberostar Paraiso Beach; Hotels, deren Zimmer etwas kleiner sind und deren Gesamtkonzept auf den normalen Geldbeutel ausgerichtet ist. Trotzdem, auch diese Hotels präsentierten sich ebenso großzügig, modern, sauber und ansprechend wie unser Grand Hotel Paraiso.
Auch am Shoppingcenter kamen wir vorbei, allerdings verzichtete ich auf einen Besuch, da am späteren Nachmittag ein Besuch in Playa del Carmen mit seinen Einkaufsstraßen auf dem Programm stand.

Am Strand abseits des Hotels

Shoppen in Playa del Carmen

Die Fahrt bis nach Playa del Carmen dauerte eine gute halbe Stunde und war schon deshalb interessant, weil wir bislang noch nicht außerhalb der Hotelanlage gewesen waren und wir vom Bus aus ein wenig von Land und Leuten sahen.
Allerdings lebt Playa del Carmen wie die gesamte Region fast vollständig vom Tourismus. Und so sahen wir auf den Straßen fast ausschließlich Andenkenläden, Boutiquen, Fastfood- und andere Restaurants und an der Peripherie Hotels und Serviceanbieter.

In der Stadt Playa del Carmen

Nur am Strand vermittelten einheimische Fischer mit ihren Booten etwas Authentizität. Trotzdem war es ganz nett, das Treiben zu beobachten und die Auslagen der Geschäfte zu begutachten. Einmal die Straße rauf und runter, einige Souvenirs gekauft und schon ging es zurück zum Bus und wieder ins Hotel.
Abends haben wir einen Tisch im Surf & Turf reserviert, einen guten katalanischen Cava bestellt, Meeresfrüchte, Entrecôte und Sorbet gegessen. Die Produkte, die die Küchenbrigaden im Iberostar Grand Paraiso verarbeiten, sind sehr gut und geschmacklich einwandfrei. Nur raffinierte Saucen kann man nicht unbedingt erwarten, aber vielleicht würden diese auch nicht den Geschmack der US-amerikanischen Stammgäste treffen.

Adler am Strand

Tag 4 – Ausflug ins Innere Yucatans

Für den nächsten Tag hatte ich bei einem externen Anbieter eine Tagesfahrt nach Chichén Itzá gebucht. Die Fahrt ging um 8.30 Uhr los, es wurden noch Reisende von verschiedenen anderen Hotels an der Küste aufgenommen und dann ging es weiter in Richtung Westen. Nach zwei Stunden Fahrt, einem zusätzlichen Abstecher nach Valladolid (ohne Halt) und einem Badestopp in der Cenote Ik Kil, einem der zahlreichen kleinen Seen in der Kalksteinlandschaft Yucatans, war der Vormittag vorbei.
Danach steuerte der Bus noch ein Touristen-Restaurant an, wodurch nochmals mehr als eine Stunde verloren ging. Der Anblick der langen Schlangen vor dem Selbstbedienungsbuffet, der doch sehr nach billiger Massenabfertigung erinnerte, animierte mich nicht gerade zum Zulangen. Der Kontrast zu dem leckeren Essen und persönlichen Service im Iberostar Grand Paraiso hätte nicht größer sein können.

Valladolid

Mir stellte sich die Frage, warum ein Anbieter mit solchem Service im Hotel um Kunden werben darf, vor allem weil der Preis von 99 Dollar nicht gerade ein Sonderangebot ist.
Egal, ich stromerte am Rande der Restaurant-Anlage herum und macht einige Fotos, um mir die Zeit zu vertreiben.
Es war bereits fast 14 Uhr, als wir schließlich in Chichén Itzá anlangten, die heißesten Stunden des Tages standen bevor (wenn ich bedenke, dass wir gegen 11.00 Uhr hätten dort sein können), aber die Vorfreude war trotzdem groß. Hinter einem Reiseführer herschlurfen und launischen Erklärungen zu folgen, dies war allerdings nicht mein Bestreben. Ich hatte bereits im Bus beschlossen, auf eigene Faust die Anlage zu erkunden, Fotos zu machen und mir eine stille Ecke zu suchen, um dort in Ruhe einige Bauwerke und Säulen mit ihren Inschriften zu betrachten.

Cenote - typisch für Yucatan

Chichén Itzá – das ehemalige religiöse Zentrum der Mayas und Tolteken

Am Eingang von Chichén Itzá herrschte reges Treiben, ganze Völkerscharen strebten hinein oder hinaus: Kein Wunder bei einer UNESCO-Weltkulturerbestätte unweit der Touristenhochburgen Yucatans. Wer es schließlich aufs Gelände geschafft hat, der trifft als erstes auf die Kukulkan-Pyramide, eine Stufenpyramide, die das Zentrum der gesamten Anlage markiert. Auch ich bestaunte das Monument, welches allerdings nicht mehr bestiegen werden darf.
Als nächstes stand der heilige Brunnen (Cenote Sagrado) auf dem Programm. Diese Cenote war bei den Inkas eine Kultstätte in der den Göttern Menschen geopfert wurden: Wie sich die armen Menschen auf dem 800 Meter langen Weg dorthin wohl gefühlt haben? Standen sie unter Drogen und legten den

Weh brav zurück? Glaubten sie in ein Paradies zu gelangen? Oder mussten sie mit Gewalt an die Opferstätte gezerrt werden?

Eingangsbereich

Alles im Namen der Götter und der Religion. Überhaupt habe ich versucht, den Ort in erster Linie als den religiösen Ort zu sehen, der er auch schließlich war. Dies fiel aber nicht so einfach, die meisten Wege waren mit fliegenden Händlern belagert oder von Scharen von Touristen bevölkert, aber hinter dem Kriegertempel und Halle der 1000 Säulen war es ruhig und so konnte ich mich auf einen großen Stein setzten und die Atmosphäre auf mich wirken lassen.
Schließlich marschierte ich weiter, um noch all die anderen Bauwerke in Ruhe zu besichtigen, zum Beispiel das Caracol (Schneckenturm) oder die Iglesia. Hier konnte ich auch zwei große Leguane beobachten, die sich in den Steinritzen wie zu Hause fühlten.
Die zweieinhalb Stunden in Chichén Itzá gingen leider schnell vorüber, um 16.30 Uhr fuhr der Bus bereits zurück nach Playa del Carmen, wo wir gegen 19.00 Uhr eintrafen.

Händler am Wegesrand

Tag 5 – Schöne Stunden am Strand

Der nächste Tag war bereits der vorletzte. Ich stand morgens bereist im Dunkeln auf, unter anderem, um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Zu dem Zeitpunkt hatte ich den Strand für mich, allerdings marschierte ich in südlicher Richtung vom Hotel weg, ein unbebautes und verwildertes Grundstück bot eine interessantere Kulisse. Außerdem hoffte ich, dort noch Leguane oder andere Tiere beobachten zu können.

Opferbrunnen

Opferbrunnen in Chichén Itzá

Nach einigen Fotos vom Sonnenaufgang ging es weiter am Strand lang, mein Ziel waren zwei Fischer, die sich in der Ferne mit ihrem Netz abmühten. Als ich näher gekommen war, sah ich nicht weit von mir entfernt einen Adler auf einem Baum sitzen. Er glaubte augenscheinlich, den einen oder anderen verletzten Fisch von den Fischern abstauben zu können. Mein Interesse war jetzt nur noch auf das schöne Tier gerichtet und so konnte ich auch frühzeitig einen zweiten Adler beobachten und ebenso fotografieren wie den ersten.
Nach einer Weile entfernte ich mich langsam und vorsichtig und schlenderte den Strand zurück zum Hotel.

Beobachtungen am Strand

Meine Gedanken wanderten von den beeindruckenden Vögeln zum Müll vor meinen Füßen.

KriegerTempel

KriegerTempel

Ich fragte mich, warum die Anrainerhotels nicht regelmäßig den angespülten Müll wegräumen lassen. Der Aufwand wäre gering, der Effekt groß. Schließlich schledert oder joggt ein großer Teil der Hotelgäste auch mal am Strand entlang, am liebesten einen sauberen!
Die Gäste haben Urlaub, bezahlen viel Geld für das Gefühl im Paradies zu sein und möchten nicht mit der Nase auf die deprimierende Verschmutzung der Meere gestoßen werden. Beim Hotel angekommen, sah ich passenderweise den Hotelmitarbeiter, der frühmorgens den Müll vor der Hotelanlage aufsammelt mit einem halb leeren Müllsack von hinnen ziehen.

Musikgruppe

Musikgruppe im Hotel

Ich verkniff mir weitere Gedanken, sondern freute mich aufs Frühstück. Anschließend machte ich mich auf den Weg nach Norden, um den anderen Teil der Küste kennenzulernen.
Hier stieß ich auf schöne Sandstrände, aber auch Felsküsten, ein hässliches unbewohntes Grundstück, das fast ins Wasser reichte, und eine hübsche Mole, von der ich einen guten Überblick über den weiteren Verlauf der Küste hatte.

Als ich zurückkam, aß ich eine Kleinigkeit in einem der Strandrestaurants und beobachtete dabei die Nasenbären, die in größerer Anzahl auf Essenreste hofften und permanent den Sand durchsuchten.
Den Rest des Tages verbrachte ich dann am Pool, - durch ein großes Zeltdach von der prallen Sonne geschützt - und las eins der mitgebrachten Bücher. Abends gingen wir im Gourmetrestaurant nochmals lecker Essen und wurden ebenso freundlich bedient wie an den anderen Tagen. Innerlich nahmen wir bereits Abschied, denn am nächsten Tag mussten bereits die Koffer für den Rückflug nach Europa gepackt werden

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