First Camp Torekov

Ferienhaus auf der Campinganlage First Camp Torekov

Ausgefüllte Tage in Skåne, Südschweden

Skåne? Nie gehört, aber vielleicht den deutschen Begriff Schonen? Richtig, Kurt Wallander, die bekannte Kriminalinspektor des Schriftstellers Henning Mankell lebte in Schonen, der südlichsten Provinz Schwedens. Seine fiktiven beruflichen und privaten Aktivitäten führten ihn manchmal von Ystad ins 47 Kilometer entfernte Trelleborg. Keine Fiktion: Viele Schweden nutzen den Fährhafen der Stadt, um sich per Schiff über die Ostsee bringen zu lassen. Aber natürlich kann man die Fähre auch in umgekehrter Richtung, zum Beispiel von Travemünde aus, nutzen, um Skåne län (län=Provinz) kennenzulernen.
Und so stand auch unsere kleine Gruppe an einem Freitagabend am Skandinavienkai in Travemünde im mit der Nils Holgersson der Fährgesellschaft TT-Line (TT steht für Trelleborg-Travemünde) nach Schweden überzusetzen.

Die Abfahrtszeit 22.00 Uhr ist ideal, um nach der Arbeit die Fähre noch zu erreichen (zumindest wenn man im Norden wohnt), die Kabinen zu belegen und sich zum Abendessen ins Bordrestaurant zu begeben.

Südküste

Die schwedische Südküste kommt in Sicht

Ankunft in Trelleborg

Am nächsten Morgen kam die schwedische Küste in Sicht. Dank unserer tollen Kabinen vorne im Bug der Nils Holgersson - mit Blick in Fahrtrichtung(!) - konnten wir die Einfahrt in den Hafen so richtig genießen. Da unser Schiff bereits um 7.30 Uhr in Trelleborg anlegte, hatten wir den ganzen Tag noch vor uns und unsere Skåne-Rundreise konnte in aller Ruhe beginnen.

Mit einem Bus ging es durch Trelleborgs Straßen vorbei an zahlreichen Palmen. Ja, Palmen. Trelleborgs ist die südlichste Stadt Schwedens und die Palmen symbolisieren dies (Nun gut, im Winter kommen die Palmen vorsichtshalber in ein Treibhaus).
Leider hatten wir keine Zeit für weitere Sehenswürdigkeiten in der Stadt, zum Beispiel die Burg Trelleborgen, die Rekonstruktion einer alten Wikingeranlage.

Cafe Systrar och Broeder

Malmö Cafe Systrar och Broeder

Malmö - Turning Torso und Frühstück im Cafe "Systrar och Bröder"

Und weiter ging die Fahrt. An der Küste warfen einen Blick auf die berühmte Öresundbrücke und fuhren in Malmö ins neu gestaltete Hafenviertel Västra Hamnen mit dem Turning Torso.
Turning Torso, dass mit 190 Metern höchste Bauwerk Skandinaviens, wurde nach einem Entwurf des spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava Valls erbaut. Das Hochhaus, für das ein rotierender Oberkörper Model stand, ist gemeinsam mit der Öresundbrücke ein weit sichtbares Symbol für das moderne Malmö, so wie das Guggenheim Museum für das moderne Bilbao steht.
Nach der kleinen Rundtour frühstückten wir gemütlich im Cafe "Systrar och Bröder". Bereits die Auslagen der Kühltheke im Eingangsbereich wirkten appetitlich und einladend.
Wir suchten uns einen Tisch, holten Tee oder Kaffee und luden anschließend, jeder nach seinem Geschmack, einige der leckeren ausgemachten Brötchen, Wurst, Käse, eingelegten Fisch oder Müsli mit Joghurt auf unsere Teller, hinterher noch ein Teilchen... So genossen wir plaudernd unsere erste Mahlzeit auf schwedischem Boden.

Segway

Segway

Einweisung in die Geheimnisse des Segway fahren

Gut gestärkt machten wir uns anschließend auf den Weg zur Firma Carlsson Event in der Innenstadt von Malmö. Hier sollten wir in die Geheimnisse des Fortbewegens mittels eines Segway eingeweiht werden. Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl das erste Mal beide Füße auf so ein Ding mit nur zwei Rädern zu setzen, aber da das Segway um die 50 Kilogramm wiegt, wird dem eigenen Gewicht schon eine gewisse Masse entgegen gesetzt und der Fahrer steht auch dann sicher wenn das Segway steht.

Mühle im Park

Mühle im Park

Die Stange ist nur bei der Richtungsänderung von Relevanz, ansonsten ist sie relativ unwichtig, Geschwindigkeit aufnehmen und Bremsen geschieht per Gewichtsverlagerung. Hört sich ganz einfach an und in der Tat, das ist es auch: Vorbeugen und es geht ab, etwas zurücklehnen und leicht in die Hocke gehen und das Ding bleibt stehen, die Lenkstange nach rechts oder links drücken und man dreht sogar auf der Stelle, kurz gesagt man ist ungemein wendig unterwegs.

Obwohl wir das Prinzip schnell verstanden hatten, übten wir noch eine Weile auf einer kleinen Rasenfläche unweit eines Kanals, vis-à-vis des Malmöer Hauptbahnhofs. Bei der Gelegenheit merkten wir, dass sich Segways auch auf Gras wunderbar fahren lassen und kleinere Löcher und Unebenheiten von den recht großen Rädern des Fahrgeräts ausgeglichen werden.

Slottsträdgården Cafe

Slottsträdgården Cafe

Nach und nach richtig bekamen wir richtig Spaß an der Sache und begannen schließlich mit eine ausgiebigen Segway-Tour durch Malmö. Wir fuhren über den Stortorget (Hauptplatz) mit dem imposanten Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, den Lilla Torg mit seinen hübschen Fachwerkhäusern, durch Einkaufsstraßen und entlang diverser Kanäle zurück zum Ausgangspunkt.

Die Tour hatte allen richtig Spaß gemacht, es ist bestimmt eine gute Idee andere Städte ebenfalls so zu erleben, man sieht viel in kurzer Zeit, ohne sich die Füße wund zu laufen.

Lilla torg

Lilla torg (Kleiner Platz)

Schloss, Schlosspark und Tareq Taylor

Die Tour hatte allen richtig Spaß gemacht, es ist bestimmt eine gute Idee andere Städte ebenfalls so zu erleben, man sieht viel in kurzer Zeit, ohne sich die Füße wund zu laufen.
Anschließend machten uns auf den Weg zum Slottsträdgården, dem Schlosspark. Mitten in der netten Gartenanlage liegt das Malmöhus, das älteste Renaissanceschloss Nordeuropas in dem sich heute unter anderem ein Kunstmuseum befindet. Wir ließen das Schloss links liegen, bewunderten alte holländische Windmühle und verschiedene kleine Gemüse- und Blumenfelder. Aber vom Bewundern wird man nicht satt, das Frühstück lag jetzt schon einige Stunden zurück, so dass wir hungrig und voller Vorfreude das Öko-Cafe und Restaurant Slottsträdgarden ansteuerten.
Das Cafe Slottsträdgarden ist in ganz Schweden bekannt, schließlich ist hier die Wirkungsstätte des Fernsehkochs Tareq Taylor. Es gibt keine feste Speisekarte, je nach Tageseinkauf werden einige wenige Gerichte kreiert und mündlich angeboten.

Malmöer Schloss

Malmöer Schloss - Seitenansicht

Öko-Cafe und Restaurant Slottsträdgarden

Wie in einem Selbstbedienungsrestaurant wählt man sich seine Getränke und nimmt sie gleich mit an seinen Platz. Es war zwar ein wenig frisch, trotzdem setzten wir uns nicht ins wettergeschützte Gewächshaus, sondern nach draußen und beobachteten das Geschehen im Schlosspark.
Nach einer gewissen Wartezeit wurde unser Essen gebracht, fantasievoll auf große Teller angerichtet. Die Kreationen, teils rein vegetarisch, teils mit Rindfleisch, Sprossen, Nüssen und Wildkräutern, machten nicht nur optisch etwas her, kurz gesagt: Es war sehr lecker! Und die Portionen waren zudem angenehm groß. Kaffee und Petit Four rundeten das Mittagessen ab.

Kullaberg Schweinswalsafari

Kullaberg Schweinswalsafari

Halbinsel Kullaberg - zuviel Wind für unsere Schweinswalsafari

Anschließend ging es weiter Richtung Norden bis zur Halbinsel Kullaberg, wo wir nach etwa 90 Minuten ankamen. Eigentlich war eine Schweinswalsafari geplant, aber der Wind machte uns einen Strich durch die Rechnung, erstens sind die kleinen Wale bei so einem Seegang kaum auszumachen und zweitens hätte das Boot in der Dünung sehr geschaukelt, was möglicherweise das Wohlbefinden des einen oder anderen getrübt hätte.
So blieb es bei einer Besichtigung des Leuchtturms von Kullaberg und einem Spaziergang über die Spitze der Halbinsel mit seinen spannenden und zum Klettern animierenden Felsen.

Slottsträdgården

Slottsträdgården - Rindfleisch zum Lunch

Die Brandung donnerte auf die Klippen, die Gicht spritze meterhoch und ein einsames Schiff kämpfte sich ein oder zwei Kilometer weit draußen durch die Wellen.

Bjäre Halbinsel und das First Camp Torekov

Unser nächster Programmpunkt lag in Sichtweite, die nördlich gelegene Bjäre Halbinsel. Die einstündige Fahrt dorthin verging wie im Fluge, schließlich gab es viel zu sehen: Badeörtchen, Strände, Bauernhöfe, Ferienhäuschen, Felder, Wiesen und viel Wald. Auf der Halbinsel selber wurde es etwas ruhiger, aber schnell erreichten wir unser Ziel, die Campinganlage First Camp Torekov. First Camp ist einer der großen Campinganbieter Schwedens, ein Anbieter der für die nächsten Jahre kräftig wachsen möchte und zudem in neue und komfortablere Ferienhütten investieren wird.

Torekov

Torekov - Der Kutter Nanny

Westfield Reiterhof

Anschließend schlüpften wir wieder in den Bus, es ging zum letzten Programmpunkt des Tages, zum Westfield Reiterhof. Sechs Pferde standen für uns bereit, Tiere, die für Nichtreiter doch recht imposante Erscheinungen sind, erst recht wenn man oben Platz genommen hat.
Netter Weise stand ein kleiner Tritt für alle bereit, die sich nicht wie ein Cowboy locker aufs Pferd schwingen konnten. Oben angekommen mussten die Nichtreiter in der Gruppe versuchen ihr jeweiliges Pferd zu bändigen.
Nicht das die Tiere sich wild aufgeführt hätten, nein, sie wollten nur in Ruhe am Wegesrand Gras fressen und ansonsten am liebsten nichts tun, fast menschlich.

Pferde

Drei Freunde

Reiten auf der Bjäre Halbinsel

…Nicht das die Tiere sich wild aufgeführt hätten, nein, sie wollten nur in Ruhe am Wegesrand Gras fressen und ansonsten am liebsten nichts tun, fast menschlich. Nun wollten wir aber Reiten, und dafür mussten sich die Tiere dann doch bewegen. Für die Reiter unter uns stellte die kein großes Problem dar, für die anderen bereitete es etwas Überwindung und Anstrengung die Zügel richtig anzuziehen, so dass das jeweilige Pferd den Kopf oben behält und so vom Fressen abgehalten wird.
So, als dies geschafft war, konnten wir versuchen, die lieben Tiere ein wenig mit den Füßen zu „treten“, damit es voran ging. Und tatsächlich, nach und nach setzten sich Rocky, Lucy, Freddy, Mikey und die anderen Pferde in Bewegung und wir verließen gemeinsam das Gelände des Westfield Reiterhofs.

Reiter im Wald

Reiter im Wald

Über Stock und Stein ging es entlang eines Feldes. Wir überquerten eine Straße, ließen einen Hof rechts liegen, bestaunten im Vorbeireiten einige wunderschöne reetgedeckte Häuschen und gelangten schließlich in einen Wald. Da es teilweise matschig war und es auch mal etwas bergauf und bergab ging, mussten sich unsere Pferde doch manchmal etwas konzentrieren, um ihre Hufe richtig zu setzten.
Schnell ging die Zeit rum und nach einer Stunde war die Reittour beendet: Nach den ersten Startschwierigkeiten hatte es uns allen dann doch Spaß gemacht. - Müde vom langen Tag ging es anschließend zurück zum First Camp Torekov, wo wir noch einen kleinen Spaziergang zum Meer machten, lecker zu Abend aßen, noch ein wenig Quatschten und uns dann in unseren netten Ferienhäuschen zurückzogen.

Kullaberg

Kullaberg windiger Tag

Sonntag - den Strand entlang bis zum Hafen von Torekov

Vor dem Frühstück drehte wir noch mit Fahrrädern eine Runde über den Platz, machte einen Abstecher zum Strand, dann ging es zum Frühstück. Anschließend spazierten wir ganz gemütlich am Strand entlang bis nach Torekov. Torekov ist ein netter Ferienort mit einem weiten Naturstrand und einem kleinen Hafen in dem einige Fischerboote, eine Reihe Freizeitboote und zwei Fähren lagen.
Die Fähren dienen dazu, Besucher zur Insel Hallands Väderö zu bringen. Es sind allerdings reine Personenfähren, mit Autos kommt man Väderö nicht weit, schließlich gibt es keine Straßen. Da die Sommersaison vorüber war, war der Besucherandrang, der im Sommer recht groß sein kann, abgeebbt und es fuhr nur die kleinere der beiden Schiffe.

Halbinsel Kullaberg

Halbinsel Kullaberg - Abendstimmung

Hallands Väderö

Unser Kutter Nanny wurde an der Mole festgemacht und wir gingen an Land. Die 3,4 Quadratkilometer große Insel Hallands Väderö wurde in der Vorzeit und im Mittelalter als Viehweide für Kühe und Schafe genutzt. Bäume wurden regelmäßig gefällt und als Brenn- und Bauholz genutzt. Der jetzige Urwald entstand während des Großen Nordischen Kriegs vor 300 Jahren.
In den mehr als zwanzig Jahren, die der Krieg andauerte, war die Sicherheitslage sehr unsicher, die feindlichen Dänen waren nicht weit entfernt, so dass die Insel nicht mehr genutzt wurde. Da keine Tiere mehr die jungen Triebe abweideten, konnte sich ungestört ein dichter Wald entwickeln. Nach dem Großen Nordischen Krieg erlahmte das Interesse an Hallands Väderö, die meisten Bäume konnten ungestört weiter wachsen. Heute dürfen wieder einige Kühe und Schafe hier weiden, was gewollt ist. Die Insel soll nicht total zuwachsen, viele Pflanzen und Tiere brauchen Freiflächen, damit die Artenvielfalt erhalten bleibt.

Väderö - Schafe

Väderö - Schafe im Wald

Kleine Wanderung auf Hallands Väderö

Die Insel soll nicht total zuwachsen, viele Pflanzen und Tiere brauchen Freiflächen, damit die Artenvielfalt erhalten bleibt. Und so findet sich auf Hallands Väderö eines der ältesten Buchenmischwälder Schwedens, ein Wald mit zahlreichen sehr skurrilen Bäumen, hübschen Lichtungen, Moor, Heideflächen und vielen Felsen.
Wir unternahmen eine kleine geführte Wanderung über die einmalige Insel, bedauerten aber, dass wir nicht mehr Zeit hatten, vielleicht so viel wie die Hobby-Ornithologen, die wir nach der Rückfahrt im Hafen von Torekov trafen. Sie warteten auf die Nanny, um mit ihr nach Väderö zu fahren und dort eine Woche zu bleiben.
Aber wir mussten weiter, als nächstes stand der Ingelbo Elchpark auf dem Programm. Nach 80 Minuten Fahrzeit in südöstlicher Richtung parkte unser Bus vor der Anlage.

Ingelbo Elchpark

Skåne - Ingelbo Elchpark

Ingelbo Elchpark

Wir wurden bereits erwartet und da es die richtige Zeit zum Mittagessen war, konnten wir nach der Begrüßung „zur Tat schreiten“. Es wurden für uns Hirsch- und Wildschweinwürste (sehr gut) gegrillt, dazu gab es leckere Salate.
Danach machten wir einen Spaziergang durch die fünf Hektar große Anlage. Die Elche werden natürlich durch Zähne am Wegspazieren gehindert, aber auch von den Besuchern getrennt, was nicht nur zur Brunftszeit zum Schutz der Besucher auch dringend angeraten ist.
Die Tiere sind schließlich nicht nur groß, sondern auch absolut furchtlos, sie sind halt die Könige der skandinavischen Wälder. Trotz der Zähne kommt man sich aber nicht wie in einem Zoo vor, das Innere der großen Anlage unterscheidet sich in nichts, zumindest für Laien, von einem normalen schwedischen Wald mit seinem Unterholz und seiner Flora und Fauna.

Fluss-Loedde

Fluss Loedde

Kanutour auf dem Flüsschen Lödde

Auch die Besucher laufen nicht über planierte Wege, sondern nutzen Trampelpfade. Alles sehr authentisch. Noch etwas Shopping in der Elchboutique des Ingelbo Elchparks und schon ging es eine Autostunde weiter nach Süden.
Mittag gegessen hatten wir bereits, so dass wir in unserer nächsten Station „nur“ mit Kaffee und leckerem Gebäck ein wenig stärkten.
Serviert wurde in einer Art Wikingerhalle, ein typisches Langhaus, die wie geschaffen ist für rustikale Menüs und tolle Partys. Wir aber durften nicht nur nicht feiern, nein, wir „mussten“ mal wieder unseren Mut beweisen. Es ging aufs Wasser, allerdings nicht auf die raue See, sondern auf das gemütlich dahin fließende Flüsschen Lödde bei der Ortschaft Hög.

Kanuten

Kanuten auf dem Flüsschen Lödde

Die meisten von uns waren noch nie in ein Kanu gestiegen, aber nach und nach meisterten wir auch diese Hürde. Nach dem Einsteigen hieß es Paddeln. Wenig elegant und teilweise in Schlangenlinien ging es voran, vorbei an Schafen, Pferden, Alpakas. Normalerweise dauert eine Tour auf der hübschen Lödde knapp drei Stunden, wir hatten leider weniger Zeit, aber es reichte für erste positive Eindrücke.
Mir hat es viel Spaß gemacht, eigentlich wollte ich schon immer mal eine mehrtägige Kanutour unternehmen, so mit Zelten, Forellen angeln und abendlicher Lagerfeuerromantik.
So langsam wurde es Zeit an die Rückfahrt zu denken, aber es galt noch ein letztes Mal einzukehren.

Dalby Gaestgifvaregard

Netter Service im Dalby Gaestgifvaregard

Äggakaka med stekt fläsk im Dalby Gästgifvaregård

Zwölf Kilometer südöstlich von Lund, einer ehemals sehr bedeutenden Bischofs- und heutigen Universitätsstadt, liegt Dalby. In Dalby steht die älteste Steinkirche Skandinaviens, hier lebt so mancher wohlhabender Schwede, der in Lund oder Malmö seinen Arbeitsplatz hat, und hier finden sich ausgezeichnete Restaurants. Für uns war ein Tisch im Dalby Gästgifvaregård reserviert.
Es passte alles: Die Begrüßung und der Service waren perfekt, wir wurden freundlich umsorgt, das Ambiente stimmte und das Essen war lecker. Für uns waren zwei typisch schonische Spezialitäten vorbereitet worden: Äggakaka med stekt fläsk, eine Art Eierkuchen mit knusprigem Speck, und Spettekaka, ein Dessert aus Eiern, Zucker und Kartoffelstärke.

Aeggakaka

Aeggakaka

Passend zum gehaltvollen Essen gab es Mariestad Export Bier und Skåne Aquavit. Anschließend machten wir uns auf den Weg zur Fähre nach Trelleborg. Auf der Fähre tranken wir noch zwei oder drei Absacker und am nächsten Tag ging es zurück in die Heimat.
Schade, so einige Tage mehr, um Helsingborg oder Lund zu besichtigen, eine Mehrtageswanderung oder Kanutour zu unternehmen oder in Ystad auf Kommisar Wallanders Spuren zu wandeln, wären nicht schlecht gewesen.